Über

Ken Freeman Law - Künstler

ÜBER DEN KÜNSTLER

Es gibt zwei Versionen von mir. Die eine, die malt, um gesehen zu werden, und die andere, die malt, um klar zu sehen.

Ich male nach Gesetz. Das ist der Name meines Vaters. Ein Name, den ich als Erbe und Absicht trage. Neben ihm, in jedem Werk, das ich signiere, ist ein linker Fuß mit drei Zehen. Ich wurde Linkshänder geboren und wurde, nach den Normen der Welt, gezwungen, mit der rechten Hand zu schreiben. Drei Zehen. Eine stille Rebellion. Eine permanente Erinnerung daran, dass ich anders angekommen bin, und ich habe nie aufgehört, so anzukommen.

Meine Reise mit der Kunst begann in der High School, wo ich das Malen entdeckte und Pollocks Aktionskunst mit dem Selbstbewusstsein abtat, das nur die Jugend sich leisten kann. "Ein Affe kann besser malen als das," sagte ich, tief in meinem Streben nach Realismus. Jahre später stand ich vor diesen gleichen Gemälden und weinte. Dieser Moment hat mich nie verlassen. Loslassen bedeutet nicht verlieren, es bedeutet ankommen.

Der abstrakte Expressionismus öffnete eine Tür, die ich nie schloss. Krasner, De Kooning, Joan Mitchell — besonders Mitchell. Chagalls Traulogik. Die rohe, symbolische Kraft des Neo-Expressionismus. Die Weigerung der Straßenkunst, um Erlaubnis zu fragen. Die Beh insistence der chinesischen Kalligrafie, dass ein einziger Strich ein ganzes Leben tragen kann. Mein Werk lebt an der Schnittstelle all dessen. Jeder Abschnitt wird zu einer Tatsache. Jede Tatsache bildet eine Form. Jede Form erzählt die Wahrheit.

Dann, im Jahr 2023, wurde ich vegan — und alles stoppte. Nicht aus Verlust der Liebe zum Malen, sondern aus einem Überfluss davon. Ich verbrachte drei Jahre mit der Suche nach der Seele, im Kampf, in einem Verlangen, die Tiere zu befreien, die ich jetzt zum ersten Mal klar sah. Ich war zu alt, um zu marschieren. Zu unruhig, um still zu sein. Also tat ich, was ich weiß, wie man es macht: Ich schuf etwas.

Ich habe alles neu gestaltet — diese Seite, meinen Zweck, meine Praxis. T-Shirts und Poster, die dazu gemacht sind, Mitgefühl zu kultivieren und es in die Welt zu tragen — auf die Rücken von Fremden, in die Häuser von Freunden, über die Distanz zwischen den Menschen, die ich liebe, und den Tieren, um die ich mich kümmere. Ein Teil jedes Verkaufs geht direkt an Organisationen an vorderster Front: PETA, Mercy for Animals und Direct Action Everywhere.

Jetzt male ich wieder. Langsam, absichtlich, mit allem, was ich aus der Pause gelernt habe. Die Hände. Das Blatt. Der Fußabdruck. Die Gesichter, die mehr als ein Leben in sich tragen. Die gleiche symbolische Sprache — aber jetzt schärfer, ehrlicher, wacher.

Ich mache keine Kunst, um Wände zu dekorieren. Ich mache sie, damit Gespräche, die wichtig sind, beginnen können.

Schließe dich der Revolution an

— Ken Law